Eher unbedeutende Begrifflichkeiten

(Angeberschwäbisch)

Nachdem Sie im linken Textspaltenteil mit dem über lebens - not wendigen Rüstzeug „Überleben am Spätzles äquator“ aus gestattet wurden, können Sie nun aufgrund dieser rech - ten Textspalte im hochschwäbischen Edel glitzer glanz er - strahlen… …natürlich nur, wenn auch die korrekte Aussprache gelingt… ansonsten müssten Sie fortan als Geoutete/r Ihren Kaffee und Kuchen im Café Kaffee-Klecks genießen, was wir Ihnen je doch trotzdem nicht verwehren würden. Fragen Sie uns sicherheitshalber nach der korrekten Aus - sprache und üben hernach einige Monate intensiv… je nach Ta lent, könnte es gelingen, dass Sie in den grenz nahen schwä bischen Randregionen unentdeckt bleiben. Auf die Übersetzungen verzichten wir in den folgenden Passagen, da wir befürchten, dass jene Seite ansonsten der Zen sur zum Opfer fallen könnte. Notfalls sprechen Sie an - dere Gäste einfach mit den nun folgenden Worten an und Sie werden an der Reaktion die jeweilige Bedeutung zeitnah er ahnen können. Seien Sie sich gewiss, dass Sie eine sehr steile Lernkurve er - le ben werden… vergleichbar mit dem Lernerfolg beim Be - rühren einer heißen Herdplatte (in der Regel testet man die - ses Handauflegen ziemlich genau einmal und weiß sodann augen blicklich, dass „heiß“ „heiß“ ist und „Aua“ macht).

Ohne Übersetzung (einfach ausprobieren ;-) )

Selbstverständlich können Sie sich beim Ausprobieren No - tizen in Ihrem persönlichen Vokabelheftchen, welches Sie ver mutlich in hiesigen Regionen immer griffbereit zur Hand ha ben, anfertigen. Notieren Sie hierbei auch un be dingt, wer ihr jeweiliges Gegenüber, der Empfänger Ihrer sprachlichen Ex kursion war, um jene Worte künftig ge ziel ter der jeweils pas senderen Zielgruppe zuordnen und so mit em pfänger - orien tierter äußern zu können. Einfach zwei Zusatzspalten mit den Überschriften: A Weib war‘s oder A Mo war‘s “. Im Ergebnis wird bei Bronz gugg in der A Mo war‘s “-Spalte gähnende Leere klaffen, wohin - ge gen in der daneben liegenden Spalte voraus sichtlich die hek tisch skizzierten Umrisse eines Atom pilzes prangen. Los geht‘s mit den praktischen Übungen („It‘s Your Turn“): !!! Arschbaggagsichd !!! !!! Badenzar !!! (Achtung!!! Ausnahmsweise ein sanfter Warnhinweis: Nicht fachunkundig und ohne Beistand verwenden) !!! Bleehde Bix !!! !!! Bronzgugg !!! !!! Dranfonzl !!! !!! Em Däbb soi Soggahaldar !!! !!! Gelbfiasler !!! (weiterer sanfter Warnhinweis… siehe ersten Warnhinweis) !!! Granadaseggl !!! !!! Halbdaggl !!! (Superheftiger Warnhinweis… !!! ROTALARM … !!! Friede Ihrer Asche !!! Keine Steigerung möglich !!! Assoziieren Sie „Halb“ mit „Nitro“ und „Daggl“ mit „Glycerin“. Ergänzen Sie diese Assoziation sodann mit einem Phantasie- gebilde, in welchem Sie mit Schuhgröße 56 und einem Lebendgewicht von round about 164 kg in einem dicht bestückten Minenfeld emsig herumhüpfen. Die Kombination Ihrer Assoziation (Nitroglycerin) und Ihres Phantasiegebildes („Batsch“, „Bumm“, „Bäng“) erzeugt vor Ihrem geistigen Auge eine Szenerie, welche im Vergleich zum Potenzial dieses Kombinationsbegriffs aus „Halb“ und Daggl“, einer Wohlfühloase gleichkommt. Daher: Niemals, nie, gar nicht auch nur an dieses Wort, an Halbdaggl“, denken !!! Idealerweise vergessen Sie diesen Begriff sofort wieder bzw. ersetzen „Halb“ sicherheitsbedingt durch irgendein anderes „Vorwort“, um die im Schwäbischen teilweise maximale Steigerungswucht von „Halb“ deutlich zu entschärfen.) !!! Heggabronzr !!! !!! Henderschefieregoggelr !!! !!! Randschdoischlodzr !!! !!! Schäraschleifr !!! !!! Wäderhecks !!!

Geschafft!

Positiv denkend gehen wir davon aus, dass, sollten Sie bis hier her durchgehalten haben, Sie freudig und schulter klo pf - end von den Empfängern Ihrer Sprachübungen in deren üb - lich er weise abgeschotteten Konversations kreisen auf ge - nom men wurden. Denn, obwohl Schwaben eher als mürrisch gelten, be sitzen die se hin und wieder Ansätze von Humor (wenn auch nur in homö opathischer Dosierung) und genießen es, ab und an das ein oder andere Stressreduktionswort hinaus zu po sau - nen, um ein klitzeklein wenig Dampf ab zu lassen und zu er - ken nen, dass es ergänzend zur Schwä bischen Kehrwoche, noch mannigfaltige zusätzliche Dinge gibt, welche Freude be reiten können. Möglicherweise begegneten oder begegnen Sie dem ein oder anderen Schwaben, welcher Ihnen weitere alltags taug - liche Worte angedeihen lässt (schwäbische Schimpf worte exis tieren in unendlich erscheinender Anzahl und sind aus - ge sprochene Lebensbalsams). Sie können jedenfalls relativ (streichen Sie „jedenfalls“ und „re lativ“) sicher sein, dass, sobald der Satz Dir schlaga an Ranza no ! gefallen ist, bereits wieder gutes Wetter ein ge - kehrt ist, wohingegen, wie linksseitig erwähnt, „Ent - schuldigung“ sämtliche finalen Alarmglocken schellen las sen sol lte.

Neue Bekanntschaften und Keschdliches

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen überaus an ge - nehmen und wundervollschönen Aufenthalt im Café Kaffee- Klecks in Markgröningen und hoffen, dass Sie mit jenem Grund vokabular, sollten Sie es vorher noch nicht Ihr Eigen ge nannt haben, viele neue Bekanntschaften machen, mit de - nen Sie fortan gemeinsam bei uns koi Briah , sondern leckeren Kaffee, nix Furzdrogganes ond au nix Soichnasses , sondern keschdlichn Kuacha genießen.

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sensnotwendigkeit

Beinahe vergessen, jedoch zwingende Voraussetzung, um sich mit Ihren vorgenannten (möglicherweise vielen neu en) Be kanntschaften zum leckeren Kaffee und/oder keschdlichn Kucha treffen zu können. Der Ort Ihrer neuen potenziellen Bekanntschaftstreffen dürfte keine Hürde darstellen und ist logischerweise das Café Kaffee-Klecks in Markgröningen (naja, vielleicht hin und wie der auch woanders). Was das zeitgleiche Aufeinandertreffen von Schwaben und Nicht schwaben, also deren Synchronisation, ein wenig diffizil macht, ist der angeborene Schwabeninstinkt, eine Treff - punkt zeit sekundengenau zu vereinbaren und in der Folge auch sekundengenau einzufordern. Es gibt beim Schwä - bisch en Termin kein Davor und auch kein Danach, sondern nur ein Punktgenau, wo Sie hoffen müssen, dass die Funk - ver bindung Ihres Zeiteisens zur Atomuhr in der Physikalisch- Tech nischen Bundesanstalt in Braunschweig nicht um die - sen Zeitpunkt herum unterbrochen wird und Sie dann im chro nometrischen Blindflug an der verein bar ten Uhrzeit ge - konnt vorbeisegeln werden, was so sicher sein wird, wie das „Amen“ in der Kirche. Davon ausgehend, dass die Funkverbindung nach Braun - schweig stabil ist (Anmerkung: Das aktuell im Ein satz be find - liche Braunschweiger Cäsium-Atom schwingt etwas un regel - mäßig und wird daher fortwährend durch das Café Kaffee- Klecks-Team oder dessen Gäste nach justiert, wes wegen wir den Vorschlag zum Bau einer Thorium-229-Kern uhr unter - breiteten), steht der Schwa ben-Nicht schwa ben-Syn chro ni sa - tion „nur“ noch folgender Satz im Weg: Am Daischdich en derra Woch om Zwoi vor Viertel Viere .“. Daischdich “ ist natürlich der „Dienstag“. Derra Woch ist für den Nichtschwaben vermeintlich „Diese Woche“, also die „Aktuelle Woche“. Für den Schwaben ist Derra Woch jedoch möglicherweise die Woche, auf welche sich ein vorheriges Gesprächsthema bezogen hatte, wes - wegen es Derra Woch ohne Bezugs gesprächsthema gibt, was dann tatsächlich „Diese Woche“ wäre oder bspw. jene Wo che gemeint ist, in welcher d VauÄffBe Schduagard in Mincha spield .“, was dann die Frage aufwerfen könnte, ob bei einem Sonntagsspiel der vorherige Dienstag oder der da - rauf folgende Dienstag ge meint ist, da selbst Schwaben sich nicht immer darin einig sind, ob die Woche Sonntags endet oder beginnt. Naja, und, dass om Zwoi vor Viertel Viere exakt 15:13 Uhr be deutet, ist selbsterklärend und somit klar.

Die

DREI

wichtigsten

Begriffe

(reicht

so

g‘rad

zum Überleben)

Das Schwäbische ist eine sehr wortgewaltige Sprache. Kein Gegen stand, keine Gemütslage, Nichts und Überhaupt nichts exis tiert im Schwabenlande, wofür nicht mindestens sieben - und zwanzig verschiedene Begrifflichkeiten exis tie ren. Diese sieben undzwanzig Begrifflichkeiten für schein bar identische „Dinge“ (nur der Nichtschwabe erkennt nicht, dass diese „Dinge“ eben doch nicht identisch, sondern in feinsten Nu - ancen unterschiedlich sind) multipliziert mit den tausenden von regional abweichenden dörferspezifischen Eigenarten, er gibt ein Gesamtvokabularumfang von nicht weniger als „Zehn Hoch Sehr Viele“ Wörter, wohingegen die Anzahl der in den diversen Galaxien herumschwirrenden Himmels kör - pern sich geradezu lächerlich gering ausnimmt. Nicht umsonst haben so manche Schwäbinnen A rächde Raffl “, um all jene Worte mindestens einmal in ihrem Leben aus gesprochen haben zu können, was einem wort gewor de - nem akustischen Sperrfeuer gleichkommt. Vergessen Sie bereits an dieser Stelle alle Versuche, das Schwä bische vollumfänglich zu erlernen oder gar zu ver - stehen. Selbst wir Schwaben verstehen uns oftmals nur sehr peri pher, weswegen zahlreiche Schwaben dazu über ge gang - en sind, sich an einen Tisch zu setzen, dort reglos schwei - gend zu verharren und potenzielle SichHinzuGeseller mit ver nichtenden Drohblicken davon abhalten, ungewollte Ge - sell schaft zu leisten. Nun jedoch endlich zu den Überlebenswörtern, von denen es lediglich Drei an der Zahl gibt… diese sind allerdings tat - säch lich existentiell.

Überlebenswort Numero One (Schwoiga)

Beginnen wollen wir an dieser Stelle mit der ungekrönten Num mer Eins. Diese Nummer Eins bereitet insofern Schwie - rig keiten, als dass es sich genau genommen gar nicht um ein Wort handelt, sondern vielmehr um das Gegen teil eines Wor tes, nämlich Schweigen. Wer im Schwaben ländle schweigt, also die Raffl hält, macht nahezu alles richtig. Denn wie heißt es bei uns so schön? „Nix gschwädzd, isch gnuag globd.“ Und, was gibt es Schöneres und Besseres, als von morgens bis abends mit Lob überhäuft zu werden? Bedeutet: Schwei - gen Sie und Ihre Dasein wird landauf landab (inner halb schwä bischer Landesgrenzen) geschätzt. Und sollten Sie unbedingt auch das akustische Lob am Spätzle s äquator erfahren wollen, sollten Sie damit bis zu Ihrem Ableben warten; denn: Wär globd wärra will, muass schdärba, wär gschämbfd sai will, muass heiradah! “.

Überlebenswort Numero Two („Entschuldigung“)

Auch wenn Sie mit Überlebenswort Numero One nahezu voll ständig über die Runden kommen werden, so wird es sel - tene Situationen geben, in denen Sie am besten eben falls Schwei gen, jedoch dieses Schweigen mit einer konkre ten Hand lung kombinieren. Während Numero One also eher dem aktiven Wortschatz zu - zu rechnen ist (auch wenn Sie nichts sagen), so handelt es sich bei Numero Two um den Teil des für Sie zu Anfang Ihrer Schwa ben karriere passiven Sprachschatzes. „Passiv“ dahin - ge hend, dass Sie „nur“ hören,,, „Aktiv“ dann der per sön liche Rück zug aus der Gefahrenzone. Kommen Sie bitte als Nichtschwabe niemals auf die Idee, sich zu entschuldigen. Stattdessen sollten Sie, sofern Sie mit dem Wort „Entschuldigung“ konfrontiert werden, au gen blick - lich das Weite suchen… fliehen. Schwaben entschuldigen sich niemals direkt (zumindest für Nicht schwaben nicht erkennbar); schon gar nicht mit dem Wort „Entschuldigung“. Vielmehr können Sie davon ausgehen, dass „Entschuldigung“ das letzte Wort sein wird, welches Sie von ei nem Schwaben gehört haben werden, sollten Sie nach des sen Vernehmen nicht unverzüglich das Weite gesucht haben. Beispiel: Entschuldigung, des isch mei Weib ! bzw. Entschuldigung, des isch mei Mo ! “. Oder, da wir uns hier in einem Café befinden: Entschuldigung, des isch moi Kuacha stückla ! “. Sie erkennen: „Entschuldigung“ ist sozusagen das akus tische Äquivalent zum optischen Blick in die Ausgangs mün dung einer durchgeladenen abgesägten Schrotflinte. Das Wissen um jene Bedeutungswucht des Überlebens wor - tes Numero Two wird Sie somit davor bewahren, allzu schnell von einem Schwaben tatsächlich gelobt zu werden (siehe: „ Wär globd wärra will, muass schdärba “).

Überlebenswort Numero Troa („Muggaseggale“)

Mit Numero One und Numero Two könnten Sie, so meinen Sie vermutlich, ein biblisches Alter in der hiesigen Gegend er reichen. Leider ein fataler Trugschluss und somit: „Weit ge - fehlt!“. Mit Numero Troa („Three“ kann der Schwabe nicht aus spre - chen und daher „Troa“… Schwaben sind ab und an hal be Fran zosen bzw. Schwaben sind sehr vornehm und be dienen sich daher diverser französischer Wortanleihen… Pötäterle für bspw. Benzinfeuerzeug oder regional be - dingt fälschlicherweise auch Einstecktaschentuch… also et - was „Kleines“, „petit“… die etwas Grobschlächtigeren un ter uns würden das Wort Roddzlomba bevorzugen), schlie ßen wir hiermit den Dreiklang der wichtigsten schwä bischen Wor te ab und sind uns sicher, dass Sie von nun an aus - reichend gerüstet sind, um in den schwäbischen Sa van nen, den schwäbischen Hochebenen, der schwä bischen Tief see, dem schwäbischen Feld, der schwäbischen Flur einiger - maßen durchhalten zu können. Auch wenn die Schwaben, spätestens seit Tacitus, das schwä bische Meer be“herrschen“, handelt es sich dennoch nicht um klabautermannsüchtige Seefahrer, bei denen Ent - fer nungen üblicherweise in nautischen Meilen for muliert wer den, sondern eher um etwas exaktere Charaktere, de nen selbst Milli- und Nanometer nicht an nähernd genau ge nug er scheinen, um ihre schwäbische Welt zu vermessen und in Wor ten zu beschreiben. Bevor es Schwaben gab, war die Welt krumm und schief. Niemand vermochte es (vor dem Erscheinen der Schwa ben), ge rade Wände emporzuziehen (was vorausgesetzt hät te, dass Abstände exakt gemessen und somit ein ge hal ten wer - den können). Sämtliches Kartenmaterial strotzte von fehlerhaften Ent fer - nungs angaben, wodurch „alle Wege nach Rom“ und nie mals dort hin führten, wohin man wirklich wollte. Selbst ein gewisser Henry Maudslay, welcher bekannter - maßen um 1829 ein Messgerät ersann, welches heutzutage den Namen „Mikrometerschraube“ trägt und hiermit we - sent lich zur Begründung des englischen Werkzeug maschi - nen baus beitrug, entlockt einem wahren Schwaben noch nicht einmal ein müdes Lächeln, sondern bestenfalls einen mit leidigen Blick, ob jener grobschlächtigen Ungenau ig kei - ten, mit welcher sich die Welt außerhalb schwäbischer Ge - mar kungen zufriedenzugeben scheint. Seit den antiken Griechen gibt es das Atom. Dieses galt, bis zum Erscheinen der Schwaben, als das so ziemlich Kleinst - vorstell bare. Für einen Schwaben ist ein Atom, vermes sungs - technisch, vergleichbar mit den Ausmaßen des Hi malaya - komplexes im fernen Tibet weswegen ein Schwabe weder in Milli-, Nano-, WieAuchImmer-Meter, oder Atom- oder Elektro nendurchmessern misst, sondern sich der einzig wirk - lich exakten Maßeinheit bedient, welche da lautet: Muggaseggale “. Es handelt sich beim Muggaseggale um die aktuell kleinst - vor stellbare Maßeinheit im gesamten Universum. Und falls Sie sich nichts, aufgrund jener unendlichen vermes sungs - tech nischen Genauigkeit, unter einem Muggaseggale vor - stel len können (dies können nur eingeborene Schwaben, die mit den entsprechend hierfür erforderlichen Synapsen aus - ge stattet wurden), dann versuchen Sie einmal jenen Be - standteil des männlichen Fortpflanzungsorgans Seggale ei - ner Stubenfliege (einer sehr sehr kleinen… am besten einer Obst mücke) Mugga mit bloßem Auge aus ein hun dert Meter Entfernung zu erkennen. Das was Sie hierbei er ken - nen, nämlich Nichts, ist der Olymp schwäbischer In genieurs - kunst und -genauigkeit. (Anmerkung: Ein Schwabe er kennt dies locker auch aus tausend Meter Entfernung… aber nur des halb darf er sich auch Schwabe bzw. Schwäbin nennen). Das Praktische an jener schwäbischen Maßeinheit ist, dass die se durchaus eine gewisse Variabilität aufweist, welche sich durch unterschiedliche Betonungen und Gesichts aus - drücke nuancieren lässt. Wenn es also heißt: Blos no a Muggaseggale kann dies beim Einweisen in eine enge Park - lücke bedeuten, dass Sie entweder noch drei Meter von der näch sten Stoßstange entfernt sind (entspannte Körper hal - tung und lockerer Gesichtsausdruck) oder aber, dass Sie sich be reits im subatomaren Entfernungsraum befinden (maxi - male Anspannung, mit Pressatmung herausgedrückte Spra - che und maximal verzogene Gesichtszüge, bei denen kaum noch Restbestände von Augäpfeln des Einweisenden zu er - ken nen sind). Glücklicherweise wird Ihnen kein wirklich nüchterner Schwa - be beim Einparken helfen, sondern Sie mit ent schul digenden (al so drohenden) Worten davor warnen, dort zu parken, wo be reits Eltern, Großeltern und sonstige Urahnen geparkt hat - ten. Sollte es aber trotzdem einmal geschehen (bspw. ein Schwa - be, welcher aus einer Besenwirtschaft heraustorkelt und da - her versehentlich großzügig Ihnen einen Parkplatz über - lässt), sollten Sie das Muggaseggale verinnerlicht haben, um nicht mit einem der umstehenden heilige Blächle in Be rührung zu kommen. Denn, was das Heilig Blächle ei - nes Schwaben anbelangt: Sie wollen es nicht wissen oder gar er fahren. Umso wichtiger, sich rechtzeitig mit dem Muggaseggale aus einanderzusetzen, womit Sie dann, zusammen mit Numero One und Two über das Grundrüstzeug hinsichtlich „Überleben im Schwabenländle“ verfügen. Sie sehen: A l l e s g a a a a n z e i n f a c h .

Schwäbische

Wortkultur

im

Café

Kaffee-Klecks in Markgröningen

(Notfall-Diggdschonärie)

Das Café Kaffee-Klecks befindet sich in Markgröningen und somit im akustisch-kommunikativen Auge des sprachlichen Schwabenorkans. Hart gesottene Schwaben, insbesondere ein gefleischte Markgröninger, sind sich oftmals nicht be - wusst, welch‘ schwere Bürde den zahlreichen aus wär tigen Be suchern aufgelastet wird, beim Versuch, in einen Dia log mit ihnen zu treten. Zwar sind Schwaben ziemliche Eigen - bröt ler und Fremden gegenüber eher ab weisend, so dass je - ne Dialoge nur äußerst selten drohen… aller dings lässt sich nicht jedweder Dialog immer und dauer haft ver meiden. Daher: Wir, das Café Kaffee-Klecks-Team, haben jene Bürde er kannt und folglich uns zunächst darin versucht, uns der Hoch deutschen Sprache zu bemächtigen. Obwohl wir Schwa ben bekanntlich alles können, mussten wir irgend - wann betrübt eingestehen: „Das mit dem Hochdeutschen über fordert uns… wir lernen es einfach nicht.“, weswegen wir unsere sprachlichen Anpassungsbemühungen schweren Her zens einstellten und nach einer anderweitigen Lösung san nen, welche Sie nachfolgend, in Form eines kleinen Diggdschonäries (wie der Brite Neudeutsch zu sagen pflegen würde) genießen und anwenden können. Sollten wir Sie oder Sie uns also möglicherweise einmal nicht ver stehen, auch Gebärdensprache (Hände und Füße) nicht zum kommunikativen Erfolgserlebnis führen, dann scheuen Sie sich nicht, jene elementare Hilfestellung zur Hand zu nehmen und darin nach dem sprachlichen Ret tungs anker Aus schau zu halten.
Café Kaffee-Klecks | Marktplatz 571706 Markgröningen | Tel.: +49 176 501 565 26 | SiteMap | Impressum & Datenschutz
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